Jedes Jahr zu Weihnachten übernimmt die salsa de Nadal (wörtlich: Weihnachtssauce) die Hauptrolle in den Küchen auf Ibiza und Formentera, in denen noch heute die traditionelle Zubereitung dieses leckeren Mandeldesserts gepflegt wird. Wenig ist über seine Herkunft bekannt, aber es ist ein wichtiges Symbol für Weihnachten auf den Pitiusen.
Es wird einmal im Jahr in großer Menge hergestellt und während der Weihnachtsfeiertage als Dessert oder als Aperitif verspeist, indem man Biskuit hineintaucht. In jeder Gegend wird es auf eigene Art und Weise zubereitet, was vor allem im Hinblick auf manche Zutaten immer wieder zu Diskussionen führt.
In seinem Buch Bon Profit! El llibre de la cuina eivissenca, schlägt der Autor Joan Castelló Guasch vor, zunächst die Mandeln zu schälen, zu rösten und zu hacken, um sie anschließend mit der erforderlichen Menge Eier zu verrühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Separat davon wird eine Brühe hergestellt – aus Zicklein, Schweinefleisch, Rind oder Geflügel – die mit Salz, Safran und einer Prise Pfeffer gewürzt wird. Sie wird in einen Tontopf geseiht und mit der Mandelmasse verrührt. Dann werden Zucker, Zimt und andere Gewürze nach Geschmack hinzugefügt. Man muss etwa eine Stunde lang ständig in der gleichen Richtung rühren. Das Ergebnis ist eine flüssige, mehr oder weniger dickliche Sauce mit einem Geschmack ähnlich dem des Mandelnougat aus Jijona.